© Chat-Guide für Erwachsene

(1999-2010 - neuer  Chat-Guide 2012  folgend (s.u.))

Richtig chatten mit dem Chat-Guide

Das Internet bietet, neben vielen Möglichkeiten der Kommunikation, leider auch einige Gefahren, denen sich jeder User und jede Userin (Benutzer) bewusst sein sollte. Betroffen sind nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene. Hier einige Regeln zum sicheren Chatten und nachfolgend einige Tipps, um Kindern und Jugendlichen die Thematik näher zu bringen.

Das Bewusstsein für die irreale Welt des World Wide Web

Eine der wichtigsten Regeln ist sicher, sich selbst bewusst zu machen, dass man sich im Internet in einer völlig irrealen Welt befinden kann. Insbesondere trifft dieses auf die Chats zu. Keine Angaben anderer können überprüft werden, versandte Bilder können eine andere Person zeigen, Wohnort, Beruf, Lebensstandard - alles kann erlogen sein. Im Chat oder auch im Telegramm kann jede und jeder eine Rolle annehmen, die nichts mit der realen Welt gemein hat! Wichtig ist, das eigene Bewusstsein auf diese Tatsache einzustellen, wenn man sich in der Chatwelt bewegt.

Internet-Name und allgemeine Angaben

Auch für Erwachsene gilt: Legen Sie sich grundsätzlich einen "Screen" (Namen) zu, der keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt. Denken Sie sich einen Fantasienamen aus. Wenn Ihr Internetanbieter die Möglichkeit bietet, ein sogenanntes "Profil" mit Angaben zur eigenen Person zu machen, die von jedem anderen eingelesen werden können, dann hinterlegen Sie hier bitte keine genauen Daten zu Wohnort, Beruf etc. Seien Sie bitte auch als erwachsener Mensch grundsätzlich äußerst vorsichtig mit der Herausgabe persönlicher Daten.

 

Chaträume

Chaträume werden mittlerweile von sämtlichen Anbietern im Internet zur Verfügung gestellt. Bitte beachten Sie hier, dass alles, was Sie in einen solchen Raum schreiben, von allen anderen, die sich ebenfalls in diesem Raum befinden, mitgelesen werden kann (siehe auch unter Chat-Tipps)

 

Telegramme

Manche Zusatzprogramme beziehungsweise Provider bieten die Möglichkeit, sich nicht nur im Chatraum zu unterhalten, sondern auch in sogenannten Telegrammen (Messengerfunktion). Im Telegramm wird, ähnlich wie bei einem Telefonat, jeweils nur mit einer Person kommuniziert.



Tipps

für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und alle,
die mit Kindern und Jugendlichen leben und arbeiten

Die Kinder und Jugendlichen, die täglich die Chatwelt im Internet besuchen, werden stetig mehr und sie werden vor allen Dingen immer jünger. Bereits Grundschüler und Grundschülerinnen kennen sich hier heute teilweise bestens aus. Seitens der Eltern, Lehrer und Lehrerinnen, Kinderschutzorganisationen, der Polizei und anderen Menschen, die täglich mit Kindern zu tun haben, herrscht im Gegensatz dazu meist große Unkenntnis vor - das Internet insgesamt betreffend. Hier nun einige Tipps, um Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, die von Kindern und Jugendlichen täglich aufgesuchte Chatwelt zu verstehen und ihnen begleitend zu Seite stehen zu können.

 

Schaffen Sie eine Vertrauensbasis zwischen sich und Ihren Kindern, Schülerinnen und Schülern bzw. den Jugendlichen. Interessieren Sie sich für das, was die Kids im Internet täglich machen. Jedoch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger - bitte !

Kinder und Jugendliche brauchen Sie als vollwertige Ansprechpartner und -partnerinnen, falls es über einen Kontakt im Internet einmal zu Problemsituationen gekommen sein sollte: Sei es, dass einem Mädchen oder Jungen ein "unpassendes Bild" zugesandt wurde oder sie/er zu irgendwelchen Handlungen aus dem Bereich Sexualität oder Gewalt aufgefordert wurde. Machen Sie sich fit, vor allen Dingen im Zusammenhang mit der Chatwelt.

Machen Sie Kindern und Jugendlichen bewusst, dass sie sich im Chat in einer völlig irrealen Welt befinden. Reden Sie mit den Kindern und Jugendlichen über die Art ihrer bisherigen Kontakte, über ihre Erfahrungen.

Machen Sie sich beim jeweiligen Provider (Anbieter) über Möglichkeiten des Ausschlusses einzelner Chatteilnehmer kundig. Manche Anbieter ermöglichen dies. Man hat so die Möglichkeit - sich wenigstens für einige Zeit - unliebsame Chatter "vom Hals zu halten".

Versuchen Sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen die Chatwelt kennenzulernen. Zeigen Sie Interesse, lassen Sie sich die Dinge erklären. Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, wie man bestimmten Situationen begegnen sollte. Ähnlich wie in der Grundschule auf die Gefahr der "Fremden" hingewiesen wird, mit denen man nicht mitgehen sollte - ähnlich muss man Kinder und Jugendliche auf die Gefahren im Internet hinweisen. Üben Sie mit Kindern und Jugendlichen gegebenenfalls in Rollenspielen Gesprächssituationen, die ihnen im Internet begegnen können. Noch besser: setzen Sie sich mit Kindern und Jugendlichen vor den PC und gehen Sie gemeinsam mit Ihnen in den Chat.

Außerdem gilt: Passwörter für den Internet-Zugang müssen Eltern bekannt sein. Achten Sie zudem darauf, dass Kinder und Jugendliche die Chatwelt nicht gegen die reale Welt eintauschen!

Zeigen Sie Täter und Täterinnen an, auch wenn Ihnen das noch so unsinnig erscheint (siehe auch unter Polizei-Anzeige). Im Internet ist vieles möglich, was in der realen Welt so nicht vorkommen würde.

 

Im Moment gibt es in der gesamten Bundesrepublik keine Beratungsstelle für die von NetKids aufgezeigte Problematik. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie Kindern und Jugendlichen als Partnerinnen und Partner zur Verfügung stehen !

 

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Was Sie wissen sollten :

Nur selten offenbaren sich Kinder, wenn ihnen im Chat jemand unanständige Dinge gesagt hat, Bilder zusendet oder sich mit ihnen treffen möchte. Sie schweigen aus Scharm. Sie schweigen, weil sie nicht möchten, dass Ihnen die Eltern das Internet abschalten. Sie schweigen, weil sie sich schuldig fühlen. Die Gründe, warum sich Kinder oft nicht offenbaren, sind vielfältig.

Kümmern Sie sich um Ihre Kinder im Internet !

Damit Täter zukünftig keine Chance mehr haben, ihre Lust an ihnen auszuleben – ohne Rücksicht, ohne Scharm, ohne Mitleid! Das Internet ist kein Spielplatz oder Jugendfreizeitheim und schon gar kein Babysitter. Sie sind gefordert ihr Kind zu schützen !

 

Eltern-Check I

Was Eltern wissen sollten, bevor ein Kind ins Internet geht...

 

Wenn ein Kind ins Netz darf: Machen Sie sich selber schlau! Und das bitte nicht nur beim eigenen Kind. Denn, wie viel wird der eigene Sohnemann Sie zu den Gefahren aufklären…? Sie sind verantwortlich! Also, hinein ins Netz und selber schauen! Odr auch mal einen Kurs belegen, um die wichtigsten Tricks, Kniffe und allgemeine Informationen zu er erlernen!

Klären Sie für sich ab, ob es Sinn macht, Ihr Kind vor dem zwölften Lebensjahr ins Internet einzuführen. Ab welchem Alter halten Sie es für sinnvoll, Ihr Kind alleine surfen zu lassen (hier zählt nicht die Meinung der besten Freundin oder Schule – sondern ausschließlich IHRE)?

Der Qualitätscheck eines Internetangebots, welches Ihr Kind Nutzen möchte beginnt schon bei der der Anmeldung im Internet. Machen Sie sich bitte vorher klar, dass alles, was man im Internet einstellt von sehr vielen Menschen gelesen, angesehen, kopiert und weitergeleitet werden kann. Das bedeutet, dass man eigentlich keine Kontrolle darüber hat, was mit den einmal im Internet hinterlassenen Informationen passiert oder wer sie zu welchem Zweck nutzt!

 

Folgende Fragen sollte man sich stellen und für sich beantworten, bevor sich ein Kind im Internet bei einem Anbieter anmeldet (Chat, Soziales Netzwerk) :

 

Wie viele Informationen soll das Kind vor dem Einstieg in den Chat/auf die Kinderseite/im sozialen Netzwerk preisgeben ?

Welche Daten werden vom Anbieter abgefragt ? Wollen Sie das ?

Werden die Daten gespeichert ? (Wenn ja : wo, von wem, zu welchem Zweck ?)

Studieren Sie hierzu immer auch die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Angebots. Apropos Nutzungsbedingungen : Sind diese so aufbereitet, dass Kinder sie lesen und verstehen können ?

Findet eine Datenkentrolle statt, um beispielsweise erwachsene Nutzer aus dem Kinderangebot fernzuhalten bzw. deren Einstieg hier zu erschweren ?

Ist der Chat moderiert ?

Wird das Chatgeschehen von erwachsenen Betreuern beobachtet, bewacht? Achten Sie darauf, ob der Anbieter möglicherweise jugendliche Nutzer für die Bewachung einsetzt! Diese können im Ernstfall nicht wirklich helfen. Stehen den Kindern / Jugendlichen pädagogische Fachkräfte für Fragen oder auch zur Klärung von Problemen zu Verfügung ?

Kann der Chat/die Kinderseite von jedem genutzt werden oder handelt es sich um eine geschlossene Benutzergruppe ?

Oder anders gesagt: Kann sich bei diesem Chat auch jemand mit falschen Angaben anmelden, um teilzunehmen? Ist es möglich, sich als Erwachsener im Kinderangebot einzuloggen? (Hinweis: Ist fast überall möglich bei sämtlichen Chats und Sozialen Netzwerken) Wenn es sich um ein für alle offenes Angebot handelt: Wollen Sie, das Ihr Kind von jedem angesprochen werden kann? Möglicherweise bietet das Angebot so genannte Jugendschutzfilter. Bitte schauen Sie danach und nehmen entsprechende Einstellungen vor, die z.B. verhindern, dass Ihr Kind von über 18-Jährigen angesprochen werden kann und überlegen Sie gut, ob ein Bild des Kindes hier eingestellt werden sollte.

Erhält das Kind bei der Anmeldung gleichzeitig auch eine E-Mail-Adresse ?

Wenn ja, ist diese E-Mail-Adresse mit dem Nickname (Internetname) identisch? Wenn das so ist, ist das Auffinden eines Kindes einfach. Überall, wo Ihr Kind nun diese E-Mail Adresse hinterlässt kann man via Google schauen und ein „Internet-Bewegungsprofil“ anlegen, oder das Kind im Chat wieder finden.

Ist es möglich, ein Profil/eine Visitenkarte auszufüllen in der man Hobbys, Name etc. für andere Chatter sichtbar hinterlassen kann ?

Wenn ja, überlegen Sie genau, welche Angaben hier veröffentlicht werden sollten, damit nicht die „Falschen“ angelockt werden.

Ist es möglich, zu "flüstern" ? Können PM´s (Privatmitteilungen) innerhalb des Chats/Sozialen Netzwerks ausgetauscht werden ?

Können Zwiegespräche geführt oder Separees eröffnet werden, die nicht kontrolliert werden? Wenn ja, ist unangenehme Ansprache beinahe vorprogrammiert !

Wie oft wird man in welcher Form angesprochen ?

Testen Sie selbst einmal, wer sie in welcher Form anspricht, nachdem sie ihr Kind angemeldet haben.

Ist es notwendig, bei der Anmeldung für die Teilnahme am Chat noch ein Zusatzprogramm zu laden ?

Wenn ja, welche Kommunikationsmöglichkeiten werden dadurch zusätzlich geboten (Messenger: Web-Cam, Voice, Zwiegespräch, E-Mail)? Ist ein Zwiegspräch möglich, ist unangenehme Ansprache bereits vorprogrammiert.

Wer steckt hinter dem Chatangebot ?

Befragen Sie dazu die Datenbank »denic.de«. Hier kann man den Betreiber jeder in Deutschland registrierte Seite identifizieren. Ein Blick ins Impressum ist eh Pflicht !

Kann man sein Bild in einer so genannten "Galerie" oder auch einem "Fotoalbum" veröffentlichen ?

Bilder von Kindern, die öffentlich zugänglich sind, sind ein absolutes „no go“. Zuviele Menschen Interessieren sich auch für scheinbar harmlose Bilder von Kindern, dass es ratsam ist gar kein Bild des eigenen Kindes hier zu veröffentlichen! Begrenzen Sie die Menschen, die Zugriff haben auf Ihren Freundes- und Familienkreis.

Wie sinnvoll ist das besuchte Angebot für Kinder oder Jugendliche ?

Ihre Meinung ist maßgeblich, nicht die des Kindes oder seiner Freunde. Wie hoch ist der Wert der Kommunikation, die Ihr Kind eventuell mehrere Stunden am Tag führt. Anders gefragt: Wie viel Chat braucht ein Kind um gesund erwachsen zu werden ?

Gibt es ausreichende Informationen für Eltern ?

Gibt es eine Kontaktadresse für Rückfragen ?

Kann man irgendwo anrufen, um sich zu informieren ?

Inwieweit werden die Eltern einbezogen/berücksichtigt ?

Wird Medienkompetenz vermittelt ?

Wird auf der Jugendweb-Seite ausreichend zum Thema »Sicher Surfen« informiert (Eltern und Kinder) ?

Eltern - Check II

Wenn ein Kind bereits im Internet surft...

 

Begleiten Sie Ihr Kind beim Besuch des Internets. Und das bitte regelmäßig und nicht nur mal so am Anfang. Weisen Sie es auf die Gefahren hin. Aber bitte machen Sie keine Panik, sondern klären Sie sachlich, ruhig und kompetent auf.

Stellen Sie Regeln für den Gebrauch des Internets aus und kontrollieren Sie die Einhaltung dieser Regeln ! Das Internet ist kein Kinderspielplatz oder Jugendfreizeitheim! Das Internet mit seinem gesamten Angebotsspektrum spiegelt letztlich die gesamte Gesellschaft und deren gute und schlechte Seiten wieder. Deshalb ist unbedingt darauf zu achten, dass Kinder, als schwächste Teilnehmer an dieser großen Internet-Gesellschaft besonderer Schutz zuteil wird. Deshalb bitte: Vorsicht vor Nachsicht. Kontrolle vor Vertrauen. Kinder und Jugendliche sind noch in der Entwicklung und können Risiken und Gefahren oft nicht so deutlich erkennen. Zeigen Sie sich deshalb in besonderem Maße verantwortlich.

Überzeugen Sie Ihr Kind davon, dass es im Netz keine »Freunde« im üblichen Sinn geben kann. Erklären Sie ihm, dass es seinem »Bauchgefühl« folgen soll, ebenso wie im realen Leben, wenn ihm etwas komisch vorkommt. Zeigen Sie Ihrem Kind Strategien auf, wie man sich wehren kann: Chat verlassen, Chatfreund sperren, Anbieter benachrichtigten, Hilfe holen bei den Eltern oder Lehrern, darüber sprechen was passiert ist, Anzeige erstatten...

Sprechen Sie in der Familie regelmäßig über die Surfausflüge. Machen Sie das Internet zum Bestandteil Ihres Lebens. So, wie Sie beim Abendbrot nachfragen, wie es in der Schule war, kann man auch mal fragen, was die Kinder im Netz gemacht haben (ältere Kinder insbesondere).

Sprechen Sie ab, wo das Kind surfen darf. Klären Sie mit dem Kind ab, dass Anmeldungen bei irgendwelchen Chats oder Kinder- und Jugendseiten grundsätzlich zusammen mit den Eltern durchgeführt werden (Stichwort Qualitätscheck).

Machen Sie Ihrem Kind klar, welche Informationen ins Internet dürfen und welche nicht : Adressen und Telefonnummer, Vereinsnamen, Schule, Bilder und alle anderen Informationen, die Rückschlüsse auf die wahren Identität des Kindes zulassen, sind tabu. Lügen dagegen ist ausnahmsweise erlaubt !

Begrenzen Sie den täglichen Internetkonsum zeitlich. (Zeitkontrollen lassen sich bei manchen Providern automatisch einstellen).

Kinder sollten nur dann surfen, wenn ein Elternteil zu Hause ist.

Machen Sie Ihrem Kind klar, dass niemand 100 Freunde haben kann. Sprechen Sie mit ihm über die Qualität einer Freundschaft. Machen Sie zusätzlich deutlich, dass der Wert eines Menschen nicht danach bemessen werden kann, wie viele „angebliche“ Freunde er in der Liste bei Facebook oder SchülerVZ hat.

Der PC mit dem Internetanschluss sollte so platziert sein, dass man im Vorbeigehen mal zusehen kann, was dort gerade auf dem Bildschirm passiert. Kind und Computer also bitte nicht ins Kinderzimmer oder die hinterste Wohnzimmerecke verbannen !

Zugangspasswörter für Chats oder Kinderseiten müssen Eltern bekannt sein.

Bleiben Sie mit Ihrem Kind zum Thema Internet immer im Gespräch. Aachten Sie auf Veränderungen an Ihrem Kind. Zieht sich Ihr Kind zurück? Zeigt es plötzliche Verhaltensauffälligkeiten? Wirkt Ihr Kind plötzlich ängstlich? Gehen die Schulleistungen Ihres Kindes rasant „in den Keller“? Scheint Ihr Kind unnahbar und unzugänglich? Wenn ja, versuchen Sie den Ursachen auf den Grund zu gehen. Plötzlich auftretende Verhaltensänderungen könnten auf Probleme mit Menschen oder Vorkommnissen im Internet hinweisen !

Sollte sich Ihr Kind tatsächlich einmal mit einem anderen Kind im Internet anfreunden: Haben Sie genug Mut und nehmen Sie Kontakt zu den Eltern des Chatpartners auf. Die Eltern der Kinder mit denen Ihr Kind im richtigen Leben Kontakt hat, kennen Sie doch auch, oder ?

Chatmeetings (Treffen) dürfen nur in Begleitung der Eltern stattfinden. Das gilt auch für so genannte »Usertreffen«. Das sind organisierte Treffen von Gemeinschaften aus dem Internet. Manchmal bieten sogar Kinderchats solche Treffen an.

Nie einem Link aus dem Chat folgen. Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass es nie auf Links klicken darf, die ein anderer Chatter in den Chatraum oder auch ins Zwiegespräch kopiert hat. Nicht selten wird man hier auf Porno- oder auch Gewaltseiten geleitet. Oder aber es wird durch einen falschen Mausklick ein teurer Dialer installiert.

Machen Sie sich klar: »Missbrauch, das kommt bei uns nicht vor« – diese Einstellung hat im Zeitalter des Internets keinen Bestand mehr. Gehen Sie grundsätzlich offen mit der Thematik um, damit Ihr Kind im Notfall wirklich mit Ihnen redet.

Oft fürchten Kinder Sanktionen oder Schuldzuweisungen. Manchmal wissen sie auch einfach nicht, wie sie »es« in Worte fassen sollen. Auch über Sexualität insgesamt sollte mehr und offener geredet werden. Sicher, das ist manchmal, gerade bei Heranwachsenden, schwierig. Aber machen wir es dem Chat-»Freund« nicht so einfach. Er übernimmt die Aufklärung Ihres Kindes liebend gern. Reine Verbote bringen nichts. Ein gutes Vertrauensverhältnis, Aufklärung und Absprachen helfen mehr, aber auch nur, wenn kontrolliert wird.

Sichere E-Mail-Adressen für Kinder gibt es beispielsweise bei gmx.de oder web.de. Diese Adressen sind relativ frei von »Spam«, also Müll. Und sicher, denn sie sind nicht an Chats gebunden. Allerdings sollten Sie Ihre Kinder darauf hinweisen, diese E-Mail-Adresse wirklich nur an ausgewählte Freunde weiterzugeben.


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